Mittwoch, 20. Januar 2021

 

Was soll werden aus der Glauberger Ortsmitte?

 

 

Eine schwierige Entscheidung steht für die Glauberger Kommunalpolitik an

 

 

Großes Interesse fand das Thema hinsichtlich der künftigen, mittelfristigen Entwicklung des Ortsmittelpunktes Glauberg bei der jüngsten, sehr gut besuchten  Ortsbegehung der Glauburger SPD. Ist doch dieses Areal im ehemaligen Schulhof mitsamt ehemaliger Schule, in der sich die Gemeindebücherei sowie der Kirchensaal und das Heimatmuseum befinden und mit dem sogenannten  Schullehrerwohnhaus, in dem sich seit geraumer Zeit das Trödelhaus befindet, der identitätsstiftende Raum in diesem Glauburger Ortsteil schlechthin! Zumal auf dem ehemaligen Schulhofgelände übers Jahr hinweg viele öffentliche Veranstaltungen, wie Sommerfeste, Konzerte und auch der alljährliche Weihnachtsmarkt stattfinden. Dementsprechend breiten Raum nimmt dieses Thema auch bei den Sozialdemokraten ein.

 

Einerseits läßt die schlechte Gebäudesubstanz der historischen Bauwerke im Falle einer zeitgemäß gründlichen Sanierung immense Kosten erwarten, so daß derzeit überhaupt nicht absehbar ist, wie ein solch kostenintensives Projekt für die finanzschwache Kommune überhaupt verkraftbar sein könnte, zumal in Glauburg auch noch andere, dringendere Projekte vorrangig sind, wie etwa ein zweiter Kindergarten und der Busbahnhof am Bahnhof Stockheim. Andererseits besteht bezüglich der Gebäude im Glauberger Schulhof in absehbarer Zeit unausweichlicher Entscheidungs- und Handlungsbedarf. Aus diesem Grund hat Bürgermeister Carsten Krätschmer im Rahmen der Dorferneuerung erste, grobe Entwurfsvorschläge beschafft, um eine Beratungsbasis für die alsbald anstehenden Beratungen der Gemeindegremien zu herzustellen, die im jetzigen frühen Stadium freilich noch keineswegs als konkret umsetzbar betrachtet werden können. Anhand der Informationen des Bürgermeisters ergab sich bei den Sozialdemokraten eine lebhafte Diskussion um die Zukunft der Glauberger Ortsmitte.

 

Nachdrücklich bedauert die Glauburger SPD, daß das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst entgegen seiner ursprünglichen Ankündigung der Ansiedlung des wissenschaftlichen Forschungszentrums der Keltenwelt auf dem Areal in der Dorfmitte zugunsten eines Neubaus bim Keltenmuseum am Glauberg mittlerweile eine Absage erteilt hat. Bürgermeister Krätschmer und auch der Vorsitzende des Heimatvereins Werner Erk hatten sehr auf eine funktionale Integration des Forschungszentrums in die Gebäude im Schulhof gehofft, nicht zuletzt um auch finanzielle Deckungsbeiträge und eine zusätzliche Nutzung für die Neugestaltung der Glauberger Ortsmitte zu bekommen.

 

Nachdem diese verheißungsvolle Option leider ein ernüchterndes Ende genommen hat, konzentriert sich die Diskussion auf rein kommunale Nutzungen sowie den künftigen Bedarf der ev. Kirchengemeinde. Vom bisherigen Dorferneuerungsplaner wurde u.a. vorgeschlagen, beide ehemalige Schulgebäude abzubrechen, den hinteren, zur Schulstraße gelegenen Grundstücksteil zur privaten Bebauung mit einem Wohnhaus freizugeben, um mit dem Erlös einen Finanzierungsbeitrag zum Bau eines neuen öffentlich nutzbaren Versammlungsraumes anstelle der bisherigen sogenannten alten Schule zu errichten und die darum liegenden Freiflächen neu zu gestalten. Bürgermeister Krätschmer betrachtet mit Skepsis, ob solch ein Projekt finanzierbar ist und verweist auch darauf, dass man dafür auch rund 50 T€ Folgekosten pro Jahr einrechnen müsse.

 

Die SPD schätzt den Sanierungsbedarf der sogenannten „neuen“ Schule, worin sich das Heimatmuseum befindet, nicht so hoch ein und plädiert grundsätzlich für eine Bewahrung dieses Gebäudes. Einen Verkauf der zur Schulstraße gelegenen Teilfläche der Dorfmitte lehnt die SPD entschieden ab. Gerade die durchgängige Verbindung zwischen Hauptstraße und Schulstraße ist für die Bevölkerung eine wichtige Fußwegeverbindung und habe eine große Bedeutung für die künftige Neugestaltung des Gesamtareals.

 

Sofern ein Abbruch des Gebäudes der sogenannten „alten“ Schule wegen der schlechten Bausubstanz unumgänglich sein sollte, brachte Altbürgermeister Rolf Gnadl, einer der drei gleichberechtigten Glauburger SPD-Vorsitzenden in die Diskussion ein, in diesem Bereich dann ersatzweise einen ästhetisch ansprechend gestalteten offenen, geräumigen Pavillon mit Funktionstrakt zur Bewirtschaftung für Vereinsveranstaltungen wie Feste, Konzerte, Weihnachtsmarkt usw. zu errichten, der die Funktion der Ortsmitte als Treffpunkt für Bürgerinnen und Bürger sowie für Veranstaltungen unterstreichen würde. Er verweist insofern auf gelungene Beispiele solcher Pavillons in Bayern und Österreich und ferner auf ungleich niedrigere Bau- und Unterhaltungskosten als vergleichsweise für ein geschlossenes Gebäude mit Versammlungsraum erforderlich ist. Dieser Vorschlag stieß auf reges Interesse. Falls der Abbruch der „alten“ Schule nicht zu vermeiden ist, wird sich die SPD nachdrücklich für einen offenen Veranstaltungspavillon mit funktionalen Nebeneinrichtungen einsetzen.

 

Außer Frage steht für die Glauburger SPD, daß die Diskussion über die denkbaren  Alternativen in Bezug auf die Ortsmitte auch konzeptionell erst am Anfang stehen und eine Realisierung vermutlich erst mittelfristig möglich sein wird. Allerdings plädiert die SPD dafür, diese Diskussion ausgiebig aber zeitnah zu führen, um in absehbarer Zeit ein zukunftsgerechtes Ergebnis und damit Orientierung zu erreichen. Dann könne sich die Gemeinde angemessen auf eine spätere Umsetzung vorbereiten. Auf keinen Fall wäre die SPD damit einverstanden, die notwendige Diskussion dahindümpeln zu lassen, weil die damit verbundenen Entscheidungen schwierig sind Damit wäre der Bevölkerung und den Vereinen am wenigsten gedient. Daher wird sich die SPD dafür einbringen, die Diskussion voranzutreiben und die nötigen Entscheidungen zu treffen um Klarheit zu schaffen.

 

 

 




Sonntag, 5. Mai 2019

1. Mai - Maibaumfest

Am Vorabend des ersten Maies waren zahlreiche Besucher der Einladung der SPD-Glauburg auf den „Freien Platz“ gefolgt. Jürgen Knickel eröffnete das Fest und begrüßte die zahlreichen Gäste, darunter auch Lisa Gnadl, Stephanie Becker-Bösch, Natalie Pawlik und Bürgermeister Carsten Krätschmer. Mit vereinten Kräften wurde danach durch die SPD Mitglieder mit viel Anstrengung der Maibaum gestellt. 
Es folgte eine Rede zum „Tag der Arbeit“ durch Natalie Pawlik. In Ihrer Rede erinnerte Natalie Pawlik
an die Ursprünge des Tags der Arbeit und das die Sozialdemokratische Partei ihre Wurzeln in der Arbeiterbewegung hat.
Natalie Pawlik betonte die Bedeutung der Europawahl in Zeiten antieuropäisch handelnder Rechtspopulisten, die ein Zurück in den Egoismus der Nationalstaaten beabsichtigten. Bei der Wahl am 26. Mai gelte es, sich einzusetzen für die völkerverbindende Idee Europas mit offenen Grenzen, sozial fairen Wirtschafts-, Handels- und Arbeitsbeziehungen, verbesserten Klimaschutz und den Kulturaustausch der Völker Europas. Pawlik sieht in der Europawahl eine »Chance für Frieden, Freiheit und soziale Gerechtigkeit«.
Danach saßen alle in offenen Gesprächen beisammen und ließen den Tag ausklingen.