Sonntag, 7. März 2021

SPD Glauburg hat Verständnis für den Frust der Kindergarteneltern


Familien sind in Zeiten der Pandemie besonderen Belastungen ausgesetzt. Die Betreuung der Kinder, meist aus gesundheitlichen Gründen ohne Einbeziehung z. B. der Großeltern, muss neben dem Job organisiert und geleistet werden. Für die Kinder wichtige soziale Kontakte mit anderen Kindern können kaum stattfinden und müssen von den Eltern zusätzlich ausgeglichen werden. Sind die Kinder größer, kommen Homeschooling und andere Dinge noch hinzu.

 

Die Hoffnung, nach dem Lockdown und der Notbetreuung der Kindergärten, dort wieder zu einem normalen Betrieb zurückzukehren, wurde durch das Hochwasser und der Zerstörung der Glauburger Kindertagesstätte zunichte gemacht. Bürgermeister Krätschmer und die Gemeindeverwaltung handelten schnell und konnten in den Nachbarkommunen Limeshain und Ranstadt kurzfristig geeignete Räumlichkeiten für die Betreuung von Kindern organisieren. Um möglichst schnell den Eltern Betreuungsangebote für die Kinder machen zu können, kamen zunächst nur Räumlichkeiten in Betracht, für die es schon mal Genehmigungen für den Betrieb eines Kindergartens durch die Fachaufsicht gab. Damit entfiel das langwierige Genehmigungsprozedere. Die SPD Glauburg begrüßt diese schnelle Initiative und die Bereitschaft zur Hilfe der Nachbarkommunen.

 

Aus Sicht der SPD kann es sich bei dieser Lösung allerdings nur um eine kurzfristige Übergangslösung handeln, bis geeignete Ausweichquartiere in Glauburg zur Verfügung stehen. Deshalb sollten zügig die hochwasserbedingten Schäden am Dorfgemeinschaftshaus Stockheim beseitigt und dort eine Ausweichmöglichkeit zur Verfügung gestellt werden.

 

Außerdem soll mit dem TSV Stockheim bezüglich der Nutzung der Sporthalle als Ausweichstandort für den Kindergarten gesprochen werden. Eine schnelle Lösung war dort zunächst nicht möglich, da die Halle ebenfalls vom Hochwasser betroffen war und dort bisher noch keine frühere Genehmigung durch die Fachaufsicht für Kindergärten beim Wetteraukreis vorlag. Diese Möglichkeit gelte es jetzt aber in Angriff zu nehmen, um eine ortsnahe Möglichkeit zu schaffen. Die Sanierungsarbeiten am Kindergarten werden durch die Schäden des Hochwassers noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

 

Die SPD Glauburg wird sich in der ersten Sitzung der neuen Gemeindevertretung nach der Kommunalwahl dafür einsetzen, dass für die Eltern der Kindergartenkinder für die zusätzlichen Belastungen ein finanzieller Ausgleich geschaffen wird. Denkbar wären Beitragsnachlässe oder die Zahlung von Fahrkostenzuschüssen. Hierzu wird die SPD Glauburg einen entsprechenden Antrag in der nächsten Sitzung der Gemeindevertretung einbringen.

 

SPD Glauburg zieht positive Bilanz ihrer Arbeit für die Kommune und legt Programm für die Zukunft Glauburgs vor.

 

 

 

Die Gemeinde Glauburg hat sich im zurückliegenden Jahrzehnt erfreulich positiv entwickelt. Die SPD Glauburg und der von ihr getragene Bürgermeister haben sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich für diese Fortschritte engagiert und viel zu dieser positiven Entwicklung beigetragen. „Wir können uns aber nicht auf diesen Erfolgen ausruhen und haben deshalb für die anstehende Kommunalwahl ein Programm für die Zukunft Glauburgs erarbeitet“, so die drei SPD-Vorsitzenden Rolf Gnadl, Jürgen Knickel und Helmut Marek in einer Presse-mitteilung. 

 

Zu allen zentralen Themen der Gemeindepolitik wurden programmatische Vorstellungen entwickelt. Unter dem Motto „Unser Glauburg: Gemeinsam bewahren und stärken“ legen die Sozialdemokraten nicht nur ein Programm für die kommende Legislaturperiode vor, sondern es werden auch langfristig angelegte Ziele beschreiben. „Wer keine Vorstellungen hat, wohin sich eine Kommune entwickeln soll, kann auch nicht die notwendigen Maßnahmen ableiten, um diese Ziele zu erreichen“, so die SPD-Spitzenkandidatin Tabea Rösch. Bereits jetzt gilt es Entscheidungen zu treffen, welche die gute Weiterentwicklung Glauburgs sichern.

 

Die kürzlich am Ortsrand von Glauberg erworbene gewerbliche Immobilie, soll nach dem Willen der Sozialdemokraten rasch zu einer Kindertagesstätte um und ausgebaut werden. Da es weiterhin einen Fachkräftemangel an Erzieher*innen gibt, soll die Gemeinde selbst ausbilden. Mit dem Bau einer Schulmensa an der Keltenbergschule durch den Schulträger, sollen die Voraussetzungen für eine Ganztagsschule geschaffen werden. Mit dem Bau einer sicheren Radewegeverbindung zur Gesamtschule soll diese künftig auch mit dem Rad gut erreichbar sein.

 

Dem Klimaschutz ist auch auf kommunaler Ebene Vorrang einzuräumen. So sollen Sanierungen von gemeindeeigenen Gebäuden nur noch energiesparend erfolgen und auf erneuerbare Brennstoffe und Energie umgestellt werden. Die SPD wendet sich gegen jede Einschränkung oder Beschneidung unserer weiträumigen Natur- und Landschafts-schutzgebiete. Das prägende Landschaftsbild der Streuobstwiesen soll erhalten bleiben. Respekt und Anerkennung finden Vereine und Verbände, die sich liebevoll und fachlich hervorragend für die Pflege und den Erhalt der natürlichen Grundlagen einsetzen. Sie gelte es weithin zu in ihrer Arbeit zu unterstützen.

 

Die Renaturierung von Nidder und Bleiche gelte es voranzutreiben. Der Hochwasserschutz der Gemeinde soll in der nächsten Legislaturperiode im Fokus stehen. Die Sozialdemokraten wollen eine Kommission einsetzen, der Vertretern der Gemeindevertretung und fachkundige Bürger, wie z. B. aus der Feuerwehr oder den Naturschutzverbänden, angehören.

 

Mit dem Baugebiet „Hinter dem Falder“ und einem künftigen Wohn- und Mischgebiet zwischen Stockheim und Glauberg möchten die Sozialdemokraten einen schonenden Wachstumskurs der Gemeinde fortsetzen. Dabei gilt es auch, den Möglichkeiten für nachhaltiges Bauen mehr Geltung zu verschaffen. Mittelfristig soll bei der Besiedelung zwischen Stockheim und Glauberg ein neues, gemeinsames Feuerwehrzentrum entstehen. Zahlreiche Einsätze der Einsatzabteilungen – nicht nur im Rahmen des Hochwassers im Januar – machen deutlich, wie wichtig eine gut ausgebildete und ausgerüstete Feuerwehr für die Kommune und ihre Bürgerinnen und Bürger ist. Dem hohen Engagement unserer Feuerwehrleute muss auch der notwendige Rahmen geboten werden. Investitionen in eine zeitgemäße Ausrüstung und die weitergehende regelmäßige Weiterbildung sind unabdingbar.

 

Die Ressource Wasser ist lebensnotwendig und gelte es zu schützen, so die Sozial-demokraten. Der Trinkwasserbrunnen in Stockheim ist zu sanieren und die Wasserqualität gelte es zu verbessern. Außerdem muss mit dem Bau eines neuen Hochbehälters zwischen den beiden Ortsteilen die Wasserversorgung gesichert werden.

 

Weiterhin trifft das SPD-Wahlprogramm Aussagen zur Erneuerung der Fußgänger-unterführung im Bahnhof Stockheim, zur Realisierung des Busbahnhofs in Stockheim und zur Einrichtung von weiteren Park & Ride Plätzen auf der ehemaligen Ladestraße am Bahnhof. Der weitergehende Ausbau der Niddertalbahn, soll ein Garant für die Attraktivität Glauburgs als Wohn- und Gewerbestandort sein.

 

Hinsichtlich der Gebäude im Glauberger Schulhof besteht in absehbarer Zeit Handlungs-bedarf. Bei der Entscheidung zur Glauberger Ortsmitte sollen die Bürgerinnen und Bürger, Vereine und die Kirchengemeinde einbezogen und ein Konzept auf breiter Basis entwickelt werden. Erfolgreich hatten sich die Sozialdemokraten bereits für eine grundhafte Sanierung der Turnhalle in Glauberg eingesetzt. So konnte sie als wichtigste Begegnungsstätte im Ortsteil für Vereinsarbeit – Sport, Musik und Kultur sowie für öffentliche und private Veranstaltungen erhalten und erneuert werden.

 

Den TSV Stockheim als Träger der dortigen Turnhalle gelte es im Rahmen der kommunalen Möglichkeiten zu unterstützen. Dem Verein zollt die SPD große Anerkennung für die bisher geleistete Arbeit. Auch dieses Gebäude war vom Hochwasser betroffen. Die Gemeinde soll nun prüfen, ob hier kurzfristig eine Notunterkunft für Kindergartenkinder eingerichtet werden kann und somit auch eine finanzielle Unterstützung des Vereins bei der Beseitigung der Schäden möglich ist.

 

Die SPD steht für eine bürgernahe und effiziente Gemeindeverwaltung. Sie werden auch weiterhin Vorreiter in Sachen Interkommunale Zusammenarbeit und bei der Bildung eines Gemeindeverwaltungsverbands mit der Gemeinde Ranstadt sein.

 

Die Sozialdemokraten weißen darauf hin, dass sich die Bürgerinnen und Bürger auf der Homepage der Partei unter www.spd-glauburg.blogspot.com/ einen ausführlichen Überblick über das Wahlprogramm und zu weiteren Themen wie die Gestaltung der Friedhöfe oder die Ideen zur Unterstützung der Vereins- und Kulturarbeit machen können. Der SPD ist es wichtig, den Wählerinnen und Wählern schon vor der Wahl einen Ausblick über ihre Pläne zu geben. Ausschließlich auf die Tagespolitik zu reagieren, ist für sie keine Option, da sich so keine Gestaltungsspielräume entwickeln und nutzen lassen.

Mittwoch, 20. Januar 2021

 

Was soll werden aus der Glauberger Ortsmitte?

 

 

Eine schwierige Entscheidung steht für die Glauberger Kommunalpolitik an

 

 

Großes Interesse fand das Thema hinsichtlich der künftigen, mittelfristigen Entwicklung des Ortsmittelpunktes Glauberg bei der jüngsten, sehr gut besuchten  Ortsbegehung der Glauburger SPD. Ist doch dieses Areal im ehemaligen Schulhof mitsamt ehemaliger Schule, in der sich die Gemeindebücherei sowie der Kirchensaal und das Heimatmuseum befinden und mit dem sogenannten  Schullehrerwohnhaus, in dem sich seit geraumer Zeit das Trödelhaus befindet, der identitätsstiftende Raum in diesem Glauburger Ortsteil schlechthin! Zumal auf dem ehemaligen Schulhofgelände übers Jahr hinweg viele öffentliche Veranstaltungen, wie Sommerfeste, Konzerte und auch der alljährliche Weihnachtsmarkt stattfinden. Dementsprechend breiten Raum nimmt dieses Thema auch bei den Sozialdemokraten ein.

 

Einerseits läßt die schlechte Gebäudesubstanz der historischen Bauwerke im Falle einer zeitgemäß gründlichen Sanierung immense Kosten erwarten, so daß derzeit überhaupt nicht absehbar ist, wie ein solch kostenintensives Projekt für die finanzschwache Kommune überhaupt verkraftbar sein könnte, zumal in Glauburg auch noch andere, dringendere Projekte vorrangig sind, wie etwa ein zweiter Kindergarten und der Busbahnhof am Bahnhof Stockheim. Andererseits besteht bezüglich der Gebäude im Glauberger Schulhof in absehbarer Zeit unausweichlicher Entscheidungs- und Handlungsbedarf. Aus diesem Grund hat Bürgermeister Carsten Krätschmer im Rahmen der Dorferneuerung erste, grobe Entwurfsvorschläge beschafft, um eine Beratungsbasis für die alsbald anstehenden Beratungen der Gemeindegremien zu herzustellen, die im jetzigen frühen Stadium freilich noch keineswegs als konkret umsetzbar betrachtet werden können. Anhand der Informationen des Bürgermeisters ergab sich bei den Sozialdemokraten eine lebhafte Diskussion um die Zukunft der Glauberger Ortsmitte.

 

Nachdrücklich bedauert die Glauburger SPD, daß das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst entgegen seiner ursprünglichen Ankündigung der Ansiedlung des wissenschaftlichen Forschungszentrums der Keltenwelt auf dem Areal in der Dorfmitte zugunsten eines Neubaus bim Keltenmuseum am Glauberg mittlerweile eine Absage erteilt hat. Bürgermeister Krätschmer und auch der Vorsitzende des Heimatvereins Werner Erk hatten sehr auf eine funktionale Integration des Forschungszentrums in die Gebäude im Schulhof gehofft, nicht zuletzt um auch finanzielle Deckungsbeiträge und eine zusätzliche Nutzung für die Neugestaltung der Glauberger Ortsmitte zu bekommen.

 

Nachdem diese verheißungsvolle Option leider ein ernüchterndes Ende genommen hat, konzentriert sich die Diskussion auf rein kommunale Nutzungen sowie den künftigen Bedarf der ev. Kirchengemeinde. Vom bisherigen Dorferneuerungsplaner wurde u.a. vorgeschlagen, beide ehemalige Schulgebäude abzubrechen, den hinteren, zur Schulstraße gelegenen Grundstücksteil zur privaten Bebauung mit einem Wohnhaus freizugeben, um mit dem Erlös einen Finanzierungsbeitrag zum Bau eines neuen öffentlich nutzbaren Versammlungsraumes anstelle der bisherigen sogenannten alten Schule zu errichten und die darum liegenden Freiflächen neu zu gestalten. Bürgermeister Krätschmer betrachtet mit Skepsis, ob solch ein Projekt finanzierbar ist und verweist auch darauf, dass man dafür auch rund 50 T€ Folgekosten pro Jahr einrechnen müsse.

 

Die SPD schätzt den Sanierungsbedarf der sogenannten „neuen“ Schule, worin sich das Heimatmuseum befindet, nicht so hoch ein und plädiert grundsätzlich für eine Bewahrung dieses Gebäudes. Einen Verkauf der zur Schulstraße gelegenen Teilfläche der Dorfmitte lehnt die SPD entschieden ab. Gerade die durchgängige Verbindung zwischen Hauptstraße und Schulstraße ist für die Bevölkerung eine wichtige Fußwegeverbindung und habe eine große Bedeutung für die künftige Neugestaltung des Gesamtareals.

 

Sofern ein Abbruch des Gebäudes der sogenannten „alten“ Schule wegen der schlechten Bausubstanz unumgänglich sein sollte, brachte Altbürgermeister Rolf Gnadl, einer der drei gleichberechtigten Glauburger SPD-Vorsitzenden in die Diskussion ein, in diesem Bereich dann ersatzweise einen ästhetisch ansprechend gestalteten offenen, geräumigen Pavillon mit Funktionstrakt zur Bewirtschaftung für Vereinsveranstaltungen wie Feste, Konzerte, Weihnachtsmarkt usw. zu errichten, der die Funktion der Ortsmitte als Treffpunkt für Bürgerinnen und Bürger sowie für Veranstaltungen unterstreichen würde. Er verweist insofern auf gelungene Beispiele solcher Pavillons in Bayern und Österreich und ferner auf ungleich niedrigere Bau- und Unterhaltungskosten als vergleichsweise für ein geschlossenes Gebäude mit Versammlungsraum erforderlich ist. Dieser Vorschlag stieß auf reges Interesse. Falls der Abbruch der „alten“ Schule nicht zu vermeiden ist, wird sich die SPD nachdrücklich für einen offenen Veranstaltungspavillon mit funktionalen Nebeneinrichtungen einsetzen.

 

Außer Frage steht für die Glauburger SPD, daß die Diskussion über die denkbaren  Alternativen in Bezug auf die Ortsmitte auch konzeptionell erst am Anfang stehen und eine Realisierung vermutlich erst mittelfristig möglich sein wird. Allerdings plädiert die SPD dafür, diese Diskussion ausgiebig aber zeitnah zu führen, um in absehbarer Zeit ein zukunftsgerechtes Ergebnis und damit Orientierung zu erreichen. Dann könne sich die Gemeinde angemessen auf eine spätere Umsetzung vorbereiten. Auf keinen Fall wäre die SPD damit einverstanden, die notwendige Diskussion dahindümpeln zu lassen, weil die damit verbundenen Entscheidungen schwierig sind Damit wäre der Bevölkerung und den Vereinen am wenigsten gedient. Daher wird sich die SPD dafür einbringen, die Diskussion voranzutreiben und die nötigen Entscheidungen zu treffen um Klarheit zu schaffen.